Abfolge: Für jede Technik: kurze Erklärung → alle zusammen üben → Austausch darüber, wie es sich angefühlt hat. Die Gruppe sitzt oder liegt ruhig, gutes Licht (nicht dunkel), entspannter Ton der Lehrkraft.
① 4-7-8-Atmung (7–10 min)
Erklärung: Wir atmen bewusst: 4 Zählungen ein, 7 halten, 8 aus. Das signalisiert dem Körper: „Keine Bedrohung, wir entspannen." Das ist die schnellste Notbremse für Stress.
Anleitung im Sitzen: Erst alle nur zuschauen / zuhören. Dann zusammen: „Einatmen 1–2–3–4, halten 1–2–3–4–5–6–7, ausatmen 1–2–3–4–5–6–7–8." 3–4 Zyklen. Danach: „Was habt ihr bemerkt? Ruhiger? Weniger angespannt?"
Material: Ruhige Umgebung, evtl. Uhr/Timer sichtbar
② Progressive Muskelentspannung – kurze Variante (10–12 min)
Erklärung: Wenn wir unter Druck stehen, spannen sich Muskeln an – automatisch. Wir nutzen das: absichtlich anspannen, dann loslassen. Der Unterschied zwischen „angespannt" und „entspannt" wird für den Körper klar – und er lernt, schneller zu entspannen.
Anleitung im Sitzen oder Liegen: Langsam durch Muskelgruppen: Hände / Unterarme (5 Sek anspannen, 5 Sek entspannen), Nacken & Schultern, Kiefer, Bauchmuskeln, Oberschenkel, Zehen. Ruhiger, gleichmäßiger Ton. Nach jeder Gruppe: „Spürt den Unterschied – Anspannung und Entspannung."
Material: Matten oder Stühle, ruhige Musik (optional), ggf. Anleitung ausgedruckt
③ Body Scan (5–7 min) oder Atem-Anker (3–4 min)
Body Scan-Variante: Alle liegen oder sitzen. Langsam mit Aufmerksamkeit den Körper abfahren: oben bei der Stirn, runter über Nacken, Schultern, Rücken, Bauch, Beine, Füße. Nicht „machen", sondern nur wahrnehmen – was spürst du? Das ist eine Achtsamkeitsübung.
Oder Atem-Anker (kürzer): Augen geschlossen oder nach unten schauen. Sich nur auf den Atem konzentrieren – nicht verändern, nicht bewerten, nur beobachten. 3–4 min. Das kann überall gemacht werden, auch im Klassenzimmer vor einer Arbeit.
Material: Matten, ruhige Musik (optional), Ruhe
Plenum-Austausch nach den Übungen (2–3 min)
„Welche Übung hat sich für euch am angenehmsten angefühlt? Welche werdet ihr selbst ausprobieren?" Kurze freiwillige Äußerungen. Betonung: Nicht alle Techniken wirken bei jedem. Es geht darum, die eigenen Favoriten zu finden – wie eine persönliche Werkzeugkiste.