Ernährung & gesunde Gewohnheiten · Sekundarstufe I/II · Theorie & Projekt

Nahrungsergänzungsmittel – Was Jugendliche (nicht) brauchen und wie Lehrkräfte damit umgehen

Proteinshake nach dem Kraftraum, Kreatin aus dem Online-Shop, Energy Drink vor der ersten Stunde: Nahrungsergänzungsmittel sind in der Fitnesskultur Jugendlicher angekommen – und Sportlehrkräfte werden gefragt. Diese Seite trennt Werbeversprechen von Evidenz, zeigt die rechtliche Lage, gibt eine Haltung für Gespräche mit Schülerinnen und Schülern – und skizziert eine Unterrichtsreihe, die ohne Praxisanteil auskommt und sich als Projekt oder Projektkurs eignet.

Kernthema: Protein, Kreatin, Koffein, Vitamine – Bedarf, Recht, Risiken Für: Lehrkräfte, Projektgruppen, Projektkurs Sport (Sek II) Grundlage: DGE, EFSA, BfR, Verbraucherzentrale, NADA

Überblick

Warum das Thema in die Schule gehört

Kaum ein Ernährungsthema wird so stark über Social Media, Fitness-Influencer und Werbung vermittelt wie Nahrungsergänzungsmittel. Viele Jugendliche halten Pulver und Kapseln für die Abkürzung zu Muskeln, Leistung oder Konzentration. Die Schule ist oft der einzige Ort, an dem diese Versprechen mit Fakten konfrontiert werden – ohne Verkaufsinteresse.

Gesunde Jugendliche brauchen in der Regel keine Ergänzung: Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf an Nährstoffen – auch bei regelmäßigem Sport. Ausnahmen (etwa ein ärztlich festgestellter Mangel oder eine vegane Ernährung mit Vitamin B12) gehören in ärztliche Hand, nicht in den Online-Warenkorb.
Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, keine Arzneimittel: Sie durchlaufen keine Zulassung. Niemand prüft vor dem Verkauf, ob sie wirken, sicher sind oder enthalten, was auf dem Etikett steht.
Kein Randthema: In der bundesweiten Studie EsKiMo II (Robert Koch-Institut, Erhebung 2015–2017) hatte rund jede sechste befragte Person zwischen 12 und 17 Jahren (16,4 %) in den vier Wochen zuvor ein Vitamin- oder Mineralstoffpräparat genommen – am häufigsten Vitamin C und Magnesium, obwohl bei diesen Nährstoffen überwiegend kein Mangel vorlag. Neuere Trends wie Pre-Workout-Booster erfasst die Studie kaum.
Das eigentliche Lernziel ist Urteilsfähigkeit: Werbeaussagen prüfen, den eigenen Bedarf berechnen, Risiken abwägen – das sind übertragbare Kompetenzen für ein Leben voller Gesundheitsversprechen.

Abschnitt 1

Was Nahrungsergänzungsmittel rechtlich sind

Der rechtliche Status erklärt, warum der Markt so unübersichtlich ist – und ist für Schülerinnen und Schüler oft die größte Überraschung.

Lebensmittel in dosierter Form: Kapseln, Tabletten, Pulver oder Trinkampullen, die die normale Ernährung ergänzen sollen. Rechtsgrundlage in Deutschland ist die Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV).
Anzeige statt Zulassung: Vor dem Verkauf muss ein Produkt beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nur angezeigt werden – Name, Verantwortlicher, Etikettmuster. Das BVL prüft dabei weder Sicherheit noch Wirksamkeit. Verantwortlich sind Hersteller und Händler; die Lebensmittelüberwachung kontrolliert nur stichprobenartig. Die medizinisch wirkende Kapsel ist also kein Zeichen geprüfter Wirkung.
Werbeaussagen sind geregelt: Gesundheitsbezogene Aussagen („trägt zur Erhaltung normaler Muskeln bei“) dürfen nur verwendet werden, wenn sie in der EU zugelassen sind (Health-Claims-Verordnung). Heilversprechen sind verboten. Viele Online-Angebote – gerade aus dem Nicht-EU-Ausland – halten sich nicht daran.
Energy Drinks sind etwas anderes: Rechtlich gelten sie nicht als Nahrungsergänzungsmittel, sondern als Erfrischungsgetränke. Im Unterricht gehören sie trotzdem dazu, weil sie dieselben Versprechen machen und Koffein aus mehreren Quellen zusammenkommt.
Für den Unterricht: Ein Etikett mit einer zugelassenen Aussage sagt nur, dass der Nährstoff diese Funktion im Körper hat – nicht, dass zusätzliche Zufuhr bei ausreichender Versorgung irgendetwas verbessert.

Abschnitt 2

Faktencheck: Die Produkte, nach denen Jugendliche fragen

Die fünf Produktgruppen, die im Sportunterricht und im Kraftraum am häufigsten Thema sind – mit dem, was die Fachstellen dazu sagen.

ProduktVersprechenStand des WissensEinordnung für Jugendliche
Proteinpulver & -riegelMehr Muskeln, schnellere ErholungFür Jugendliche bis 18 Jahre gelten je nach Belastung und Ziel 1,2 bis 1,6 g Protein pro kg Körpergewicht und Tag, im Leistungssport 1,4 bis 1,8 g (bis 2,0 g vertretbar), zum Muskelaufbau bis 2,0 g (dafür ist die Datenlage dünn). Die DGE-Werte von 0,8 bis 0,9 g sind aus ärztlicher Sicht zu niedrig angesetzt. Protein selbst ist bei gesunden Nieren unbedenklich; was über den Bedarf hinausgeht, dient dem Körper als Energiequelle, nicht als Baustoff. Wie viel schon auf dem Teller liegt, zeigt der Rechner unten.Nicht nötig. Milch, Quark, Joghurt, Eier, Hülsenfrüchte leisten dasselbe – günstiger und mit mehr Nährstoffen. Riegel enthalten oft viel Zucker.
KreatinMehr Kraft und SchnellkraftBei Erwachsenen für kurze, sehr intensive Belastungen untersucht und wirksam. Für Minderjährige fehlen belastbare Langzeit- und Sicherheitsdaten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Kreatin für Kinder und Jugendliche nur auf ärztliche Empfehlung; auch kinder- und jugendmedizinische Fachgesellschaften raten von leistungssteigernden Präparaten ab.Abraten. Der Trainingsfortschritt im Jugendalter hängt an Technik, Regelmäßigkeit und Schlaf, nicht an Pulver.
Energy Drinks, Pre-Workout-BoosterWach, fokussiert, mehr LeistungEFSA: Für gesunde Kinder und Jugendliche gelten 3 mg Koffein pro kg Körpergewicht als sicher – einmalig und pro Tag. Eine 250-ml-Dose enthält in der Regel 80 mg. Das BfR sieht Jugendliche als Risikogruppe, weil manche sehr große Mengen trinken – besonders in Kombination mit Sport, Schlafmangel oder Alkohol.Zurückhaltung. Pre-Workout-Produkte können ein Mehrfaches einer Dose enthalten. Bei 50 kg liegt die Obergrenze bei 150 mg; eine große Dose (500 ml, rund 160 mg) liegt schon darüber.
Vitamine & MineralstoffeMehr Energie, besseres ImmunsystemBei ausreichender Versorgung bringt mehr keinen Zusatznutzen. Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) können sich bei Überdosierung anreichern.Nur bei ärztlich festgestelltem Mangel. Vitamin D im Winter: erst messen lassen, dann entscheiden.
Melatonin-GummisLeichter einschlafenDas BfR rät Kindern und Jugendlichen ausdrücklich von der eigenständigen, unkontrollierten Einnahme ab: Langzeitdaten fehlen, Auswirkungen auf hormonell gesteuerte Entwicklungsprozesse sind nicht geklärt, und der Gehalt schwankt zwischen Produkten teils erheblich.Abraten. Schlafprobleme gehören in ärztliche Abklärung – und zuerst zu Schlafgewohnheiten und Bildschirmzeit.
„Fatburner“, AbnehmpräparateSchneller schlank, „definierter“Kein belegter Nutzen für gesundes Abnehmen; teils hohe Koffein- oder Stimulanziendosen, teils nicht zugelassene Stoffe in Online-Produkten.Klar abraten. Bei starkem Wunsch abzunehmen auf Körperbild und Essverhalten achten.

Abschnitt 2b

Drei Altersstufen, drei Risikolagen

Wie riskant ein Präparat ist, hängt weniger am Alter allein als an Stoff, Dosis, Körpergewicht, Dauer, Vorerkrankungen und Kombinationen. Typisch sind aber je nach Alter andere Produkte und andere Fallen.

AlterWas im Umlauf istBraucht es das?Worauf achten?
6–9 Jahre
Grundschule
Kinder-Multivitamine, Vitamin D, „Immun“-Gummis, MagnesiumBei gesunden Kindern fast nie – Ausnahmen nur mit ärztlicher Begründung.Bonbon-Optik verleitet zur Mehrfacheinnahme. Erwachsenenpräparate nicht „nach Gefühl“ teilen. Eisen und hoch dosiertes Vitamin D können Kinder ernsthaft vergiften.
10–13 Jahre
frühe Pubertät
Multivitamine, Magnesium gegen Krämpfe, erste Proteinprodukte, Energy Drinks, MelatoninMeist nicht. Fest steht nur: Wer vegan isst, braucht eine verlässliche Vitamin-B12-Quelle.Müdigkeit, Krämpfe oder Schlafprobleme sind Symptome, keine Diagnose. Eisen erst nach festgestelltem Mangel. Koffein und Melatonin besonders kritisch.
14–17 Jahre
Jugend
Proteinpulver, Kreatin, Pre-Workout, Fatburner, Eisen, Vitamin D, Energy DrinksBei normaler Ernährung und Schulsport nur selten – etwa bei diagnostiziertem Mangel, veganer Ernährung oder begleitetem Leistungssport.Höchstes Risiko für Fehlgebrauch und Mischkonsum: stimulierende Booster, Importware aus Social-Media-Shops, mehrere Präparate gleichzeitig; im Wettkampfsport zusätzlich Dopinggefahr.
Vegane Ernährung: Ohne Ergänzung oder angereicherte Lebensmittel droht ein Vitamin-B12-Mangel mit Störungen der Blutbildung und bleibenden Nervenschäden. Dosierung und Kontrolle gehören bei Kindern und Jugendlichen in kinderärztliche oder ernährungsmedizinische Begleitung. Je nach Speiseplan brauchen auch Jod, Eisen, Calcium, Zink, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren Aufmerksamkeit – „pflanzlich“ heißt nicht automatisch „bedarfsdeckend“.
Menstruation und Eisen: Mit der Menstruation steigt das Risiko einer knappen Eisenversorgung. Eisen sollte trotzdem erst nach festgestellter Unterversorgung und mit fachlicher Begleitung genommen werden – eine Überdosis schadet Leber und Nieren.
Im normalen Schulsport: Wasser, regelmäßige Mahlzeiten und bei langen Veranstaltungen ein gewöhnlicher Snack reichen. Eine 45-Minuten-Stunde braucht weder Elektrolytgetränk noch Booster.

Abschnitt 3

Selbst nachrechnen: Was braucht ein Jugendlicher wirklich?

Nicht wie viel Protein darf ich?, sondern: Wie viel brauche ich für mein Alter, mein Training und mein Ziel, und wie viel esse ich ohnehin schon? Erst dann sieht man, ob für Pulver überhaupt noch Platz ist. Alle Eingaben bleiben im Browser; nichts wird gespeichert oder gesendet.

Beispielfälle laden

Jahre
kg
Verein, Gym, Spiele, ohne Schulsport

Deine Tagesbilanz

Protein im Detail

Die drei Teller im Vergleich

Beispieltage für einen Jugendlichen mit 60 kg und rund 2.400 kcal, auf dein Gewicht umgerechnet. Es sind Beispielrechnungen mit gerundeten Werten, keine Studienmittelwerte.

Richtwerte für gesunde Jugendliche, keine individuelle Beratung. Lebensmittelwerte gerundet. Bei Leistungssport, Vorerkrankungen oder Gewichtsproblemen gehören Zahlen in sportärztliche oder ernährungsfachliche Hand.

Mehr dazu: NutriLab und Nährstoffrechner auf sportunterricht.eu ↗

Abschnitt 4

Unterschätzte Risiken

Verunreinigung und ungewolltes Doping: Wie viele Produkte betroffen sind, lässt sich nicht genau beziffern; die Zahlen hängen stark davon ab, welche Produkte wo gekauft wurden. In einer älteren, aber oft zitierten Kölner Untersuchung (Geyer et al., 2004) enthielten rund 15 % von 634 Präparaten aus 13 Ländern nicht deklarierte anabole Steroide. Eine Übersichtsarbeit über 23 Studien (Martínez-Sanz et al., 2017) fand Anteile zwischen 12 und 58 %. In einer niederländischen Stichprobe (Duiven et al., 2021) waren es 25 von 66 Produkten aus Onlineshops – allerdings gezielt ausgewählte Produkte, die Muskelaufbau, Fettabbau, Hormonwirkung oder mehr Energie versprachen. Die Zahlen sind daher nicht auf alle Präparate übertragbar, zeigen aber: Das Problem besteht weiter. Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) warnt deshalb grundsätzlich vor Nahrungsergänzungsmitteln. Wer im Wettkampfsport aktiv ist, findet getestete Produkte in der Kölner Liste – geprüfte Listen senken das Risiko, schließen es aber nicht aus.
Überdosierung durch Kombination: Multivitamin plus Sportgetränk plus angereicherter Riegel – Einzelprodukte sind harmlos dosiert, die Summe nicht unbedingt.
Geld und Marketing: Ein Kilo Proteinpulver kostet ein Vielfaches derselben Proteinmenge aus Quark oder Linsen. Viele Produkte werden über Rabattcodes von Influencern verkauft – ein gutes Beispiel für Werbekompetenz im Unterricht.
Körperbild: Intensiver Konsum von Muskelaufbau- oder Abnehmprodukten kann ein Hinweis auf Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper sein. Mehr dazu auf der Seite Körperbilder & Schönheitsideale.

Abschnitt 5

Wie Lehrkräfte damit umgehen

Sportlehrkräfte sind keine Ernährungsberatung – aber für viele Jugendliche die erste fachkundige Ansprechperson. Eine klare Haltung hilft: informieren statt moralisieren, Fragen stellen statt verbieten, Grenzen der eigenen Rolle kennen.

Durchaus sagen.

Allgemein einordnen gehört in den Unterricht. Eine Dosis für die einzelne Person nicht.

01

Durchaus sagen.

Was ein Produkt ist, was Werbung verspricht, und dass normale Ernährung im Schulsport meist reicht. Kreatin, Pulver, Booster und Energy Drinks auseinanderhalten – ohne Dosis.

02

Sogar nachfragen.

Wer fragt, will oft nur wissen, ob der Shake nötig ist. Klar antworten. Nicht lächerlich machen: Wer sich bloßgestellt fühlt, fragt nicht wieder und kauft weiter.

03

Eher nicht.

Keine Dosis, kein „setz das ab“, keine Marke an die Person. Keine Packung und keine Probe in die Hand. Ärztlich Verordnetes bleibt bei Ärztin, Arzt oder Ernährungsfachkraft.

Weiterleiten, wenn …

  • Essen wird ausgelassen oder streng kontrolliert, das Gewicht fällt stark,
  • trainiert wird trotz Schmerz und Erschöpfung weiter – aus Sorge, nicht muskulös genug zu sein,
  • Präparate kommen aus dubiosen Quellen oder es gibt körperliche Beschwerden.

Dann weiterleiten: Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeit, Eltern – bei Bedarf Kinder- und Jugendärztin.

Die Ampel: einschätzen, was zu tun ist

Grün

Ein ärztlich empfohlenes Präparat wird wie vorgesehen genommen, es gibt keine Beschwerden. Zur Kenntnis nehmen, vertraulich behandeln – Details gehören nicht vor die Klasse.

Gelb

Selbst gekaufte Produkte werden regelmäßig oder kombiniert genommen, die Dosis ist unklar, oder es fallen wiederholt Müdigkeit, Krämpfe, Schlafprobleme, Gewichtsverlust oder Leistungseinbruch auf. Vertrauliches Gespräch; je nach Alter und Lage Eltern, Schulgesundheitsfachkraft oder ärztliche Betreuung einbeziehen. Auffälliger Drang zu Muskelaufbau, Schlankheit oder Kontrolle kann auf Körperbild- oder Essstörungsthemen hinweisen.

Rot

Nach einer Einnahme treten Brustschmerz, starkes Herzrasen, Atemnot, Kollaps, Bewusstseinsstörung, Krampfanfall oder heftiges Erbrechen auf: Belastung sofort beenden, 112 wählen, Erste Hilfe leisten und die Verpackung sichern. Bei einem Einnahmefehler ohne bedrohliche Zeichen berät ein Giftinformationszentrum.

Fachschaft: Es lohnt sich, eine gemeinsame Linie festzulegen – etwa für den Kraftraum, Sport-AGs und Fahrten: keine Energy Drinks während des Sportunterrichts, keine Präparate auf Schulveranstaltungen, Informationen statt Kontrolle.

Abschnitt 6 · Unterrichtsreihe

„Pulver, Pillen, Versprechen“ – eine Reihe als Projekt oder Projektkurs

Das Thema hat keinen Praxisanteil – und eignet sich gerade deshalb für forschendes Arbeiten: als Theorieblock im Sportunterricht, als Projekt in der Sekundarstufe I oder als Thema im Projektkurs Sport der Oberstufe. Leitfrage: Brauchen Jugendliche, die Sport treiben, Nahrungsergänzungsmittel – und wem nützt der Markt?

BausteinLeitfrageArbeitsformErgebnis
1 · EinstiegWas nehmen wir, was sehen wir?Anonyme Umfrage in der Lerngruppe; Werbeclips, Vorher-nachher-Bilder und Rabattcodes von Influencern sammeln und analysierenFragenspeicher, erste Hypothesen
2 · BedarfWie viel Protein brauche ich wirklich?Drei-Tage-Ernährungsprotokoll, Proteinbedarf mit dem Rechner einordnen, DGE-Wert und Spanne für Sporttreibende vergleichenPersönliche Bilanz (ohne Abgabe von Daten)
3 · Recht & MarktWer prüft eigentlich, was drin ist?Etiketten-Analyse mitgebrachter Verpackungen; Health Claims gegen die EU-Liste prüfen; Dosis und Altersangabe suchen; „100 % der Referenzmenge“ hinterfragen (meist auf Erwachsene bezogen); Preisvergleich pro 10 g ProteinEtiketten-Check-Karten
4 · WissenschaftWas ist belegt – was nur behauptet?Gruppenpuzzle zu Protein, Kreatin, Koffein, Vitaminen mit Quellen von DGE, EFSA, BfR, VerbraucherzentraleFaktenblätter pro Produktgruppe
5 · RisikenKann ein Shake gefährlich sein?Fallbeispiele (ungewolltes Doping, Koffein-Überdosis); Kölner Liste erkunden; Koffein-Obergrenze fürs eigene Gewicht ausrechnenRisiko-Matrix
6 · ExpertiseWas sagen Fachleute?Interview oder Videogespräch mit Kinderärztin, Ernährungsfachkraft oder Verbraucherzentrale; Fragen aus Baustein 1Interviewprotokoll
7 · ProduktWie erreichen wir andere?Faktencheck-Kampagne für die Schule: Plakat, Kurzvideo ohne Gesichter, Podcast oder Infostand am ElternsprechtagÖffentliches Produkt, Präsentation
Als Theorieblock (6–8 Stunden): Bausteine 2, 3, 4 und 7 in verkürzter Form, z. B. in einer Hallensperrung oder als Ergänzung zu einem Kraft- oder Fitnessvorhaben.
Als Projekt (Sek I, Projektwoche): Alle Bausteine, Schwerpunkt auf Etiketten, Preisvergleich und Kampagne. Fächerverbindend mit Biologie, Hauswirtschaft oder Politik.
Als Projektkurs Sport (Sek II): Eigene Forschungsfrage pro Gruppe, etwa „Wie verbreitet ist die Einnahme von Proteinprodukten an unserer Schule – und wovon hängt sie ab?“. Datenerhebung mit schulweiter, anonymer Umfrage (Einverständnis der Schulleitung, keine personenbezogenen Daten), Auswertung, Präsentation vor Publikum.
Leistungsbewertung: Prozessportfolio (Protokolle, Quellenarbeit), Qualität des Produkts (fachliche Richtigkeit, Quellenangaben, Adressatenbezug) und Präsentation. Ausdrücklich nicht bewertet wird das eigene Ernährungsverhalten – das Ernährungsprotokoll bleibt privat.

Bezogen auf Deutschland. Die Seite ersetzt keine individuelle medizinische oder ernährungsmedizinische Beratung.

Quellen & Weiterlesen

Unabhängige Informationen

Ausprobieren

NutriLab und Nährstoffrechner

Zu diesem Thema gibt es auf sportunterricht.eu zwei Anwendungen: den Nährstoffrechner zum Proteinbedarf, mit Beispielfällen und Begründungen, und das NutriLab zum Vergleichen von Lebensmitteln, Sport- und Proteinprodukten und Drinks. Läuft im Browser, ohne Anmeldung.

Zu NutriLab und Nährstoffrechner ↗ sportunterricht.eu/nutrilab
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Beiträge, Hintergründe und Praxisimpulse rund um Schulsport und Sportunterricht – ergänzend zu den Themenseiten dieses Fitnessweb.

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